Achseln enthaaren






In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sorgte die deutsche Sängerin Nena im Ausland für unglaubliches Aufsehen, als sie mit unrasierten Achseln auftrat. Was bei uns damals noch ganz normal war, wurde im Ausland schon als ungepflegt, unschön und ein bisschen unanständig betrachtet.

Heute würde das wohl nicht mehr passieren, denn auch bei uns gehört das Entfernen der Achselhaare zum Alltag. Welche Methode dabei zum Einsatz kommt, hängt von den persönlichen Vorlieben ebenso ab wie vom individuellen Schmerzempfinden und der zur Verfügung stehenden Zeit.

Am häufigsten kommen Rasierer, vor allem Nassrasierer zum Zug. Gerade Nassrasierer sind beliebt, weil sie unkompliziert und schnell unter der Dusche verwendet werden können. Das Rasieren der Achseln unter der Dusche ist auch deswegen so angenehm, weil die Haare durch das Wasser schon ein bisschen aufgeweicht sind und sich deshalb problemlos der Klinge ergeben.

Das Rasieren funktioniert natürlich im Prinzip genauso wie auf anderen Hautstellen. Allerdings müssen Sie beachten, dass die Haare in den Achseln in verschiedene Richtungen wachsen. Das beste Ergebnis erzielen Sie also, wenn Sie zumindest nach oben, nach unten, und von einer Seite zur anderen rasieren. Sie merken schnell, ob noch ein paar kleine Stoppelchen stehen bleiben, die Sie vielleicht in eine "schräge" Richtung abrasieren müssen.

Der Nachteil bei der Achselrasur: Wie immer wachsen die Haare schnell nach, so dass man oft schon nach ein oder zwei Tagen unter den Stoppeln leidet und nachrasieren muss. Das häufige Rasieren kann die Haut sehr strapazieren. Um die Qual für die Haut so gering wie möglich zu halten, sollten Sie unbedingt ein Rasiergel oder einen Rasierschaum für empfindliche Haut verwenden. Rasiergel und –schaum sorgen für eine buchstäblich reibungslosere Rasur, enthalten pflegende Wirkstoffe und richten die Härchen auf, so dass der Rasierer sie besser erfassen kann.

Wer nicht rasieren will, kann die Achselhaare auch mit Enthaarungscreme entfernen. Dabei besteht zumindest nicht die Gefahr, sich zu schneiden; allerdings kann es trotzdem zu Hautreizungen oder gar zu Allergien kommen. Zudem kann es unbequem werden: Idealerweise müsste man ja während der ganzen Einwirkzeit die Arme nach oben halten, damit die Creme nicht verwischt wird – und wer will das schon bis zu zehn Minuten lang machen?!

Eine schmerzhafte, dafür aber enorm effektive und zudem noch hautschonende Alternative: das Entfernen der Achselhaare mit Warmwachs oder Halawa, eine Art Zuckerpaste.

Zumindest die ersten paar Male ist es einfacher, wenn man sich dabei von einer Freundin helfen lässt. Auch beim Waxing ist es wichtig, dass man nicht nur in eine Richtung arbeitet, sondern die Richtung wechselt, um wirklich alle Haare zu erfassen. Sie werden merken, dass die Haare in den Achseln schon nach zwei oder drei Mal schwächer nachwachsen, so dass die Schmerzen viel geringer sind als beim ersten Mal. Ab diesem Zeitpunkt kann man sich auch selbst gut überwinden, die übrigen Härchen mit Stumpf und Stengel "auszurupfen".

Das Ertragen des Schmerzes macht sich mit wochenlang glatter Haut bezahlt. Wie immer beim Waxing muss der Vorgang anfangs eventuell in kürzeren Abständen wiederholt werden, da sich die Haare ja in verschiedenen Stadien befinden. Dafür gibt es beim Nachwachsen aber keine unangenehm kratzigen Stoppeln, weil die Haare nicht abgeschnitten werden.