Mittel gegen Haarausfall






Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, deswegen widmet sich praktisch ein ganzer Industriezweig diesem "Schönheitsmakel". Neben Medikamenten und Nahrungsergänzungen zum Einnehmen, die die möglichen Ursachen des Haarausfalls bekämpfen und neuen Haarwuchs anregen sollen, gibt es auch Mittel, die das Gleiche bewirken sollen, aber nur äußerlich angewendet werden.

Bei hormonell-erblichem Haarausfall werden oft Medikamente verschrieben, die die Umwandlung von Testosteron zu dem haarwurzelschädigenden Dihydrotestosteron verhindert. Dazu werden Anti-Androgene verwendet, also Stoffe, die den Androgenen entgegenwirken. Eines dieser Anti-Androgene ist Finasterid, das unter dem Markennamen Propecia vertrieben wird. Bei Männern unter 45 Jahren kann mit diesem Präparat in bis zu 90 Prozent Fällen der Haarausfall gestoppt werden; in manchen Fällen wird der Haarwuchs sogar wieder dichter. Wird die Behandlung gestoppt, setzt der Haarausfall wieder ein.

Gegen den erblich bedingten Haarausfall wird auch Minoxidil eingesetzt. Der Wirkstoff ist eigentlich ein Medikament für die Behandlung von Bluthochdruck, ist aber unter bestimmten Umständen auch wirksam gegen Haarausfall bei Männern und Frauen. Warum genau Minoxidil gegen Haarausfall wirkt, ist noch nicht geklärt. Minoxidil ist unter dem Markennamen Regaine als Haartinktur im Handel erhältlich.

Frauen die mit der Pille verhüten können unter Umständen mit bestimmten anti-androgenen Hormonkombinationen den Haarausfall in den Griff bekommen, etwa mit einer Pille, die Chlormadinon und Ethinylestradiol kombiniert.

Bei kreisrundem Haarausfall wird die Immunreaktion der Körpers unterdrückt, etwa mit cortison-haltigem Haarwasser. Dazu wird fast immer gleichzeitig mit einem durchblutungsfördernden Mittel versucht, den Haarwuchs zu stimulieren und so die dichte Behaarung wieder herzustellen.

Die Naturheilkunde macht für Haarausfall in fast allen Fällen eine Übersäuerung des Körpers verantwortlich, der deswegen entschlackt und entsäuert werden muss. Dies soll mit einer Basenkur erreicht werden, in deren Rahmen dem Körper basische Stoffe zugeführt werden. Se sollen bei der "Entschlackung" der Kopfhaut helfen und den Haarausfall umkehren. Unterstützt wird die Kur mit basischen Bädern und der Verwendung eines basischen Shampoos.