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Hormonell-erblicher HaarausfallDer hormonell-erbliche Haarausfall ist die häufigste Form von Haarausfall überhaupt. Sie betrifft vorrangig Männer. Dieser Haarausfall heißt deswegen hormonell-erblich, weil er durch eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das Hormon Testosteron verursacht wird. Diese Überempfindlichkeit ist erblich. Die alte "Weisheit" dass Kahlheit ein Zeichen für besonders viel Testosteron und deshalb besondere Männlichkeit ist, stimmt natürlich nicht – der betroffene Mann ist einfach nur besonders empfindlich! Wer wissen will, ob ihm ein kahles Schicksal droht, sollte deswegen einen Blick auf seine männlichen Vorfahren werfen. Oft werden Männer auch im selben Alter kahl wie ihr Vater oder Großvater. Ganz typisch für den hormonell-erblichen Haarausfall ist das Entstehen von Geheimratsecken, mit dem das Ganze zu beginnen scheint; danach lichtet sich auch das Haar am Hinterkopf. Frauen betrifft diese Art des Haarausfalls fast nie, obwohl auch ihr Körper Testosteron herstellt. Sollten sie doch daran leiden, lichten sich die Haare nach einem anderen Schema: Anstelle der Geheimratsecken und der kahlen Stellen am Hinterkopf wird das Haar am Scheitel dünner. Der hormonell-erbliche Haarausfall kann bis zu einem gewissen Maß mit Medikamenten behandelt werden. Damit wird die Umwandlung des Testosteron in das "haarfeindliche" Dihydrotestosteron verhindert. Die meisten der Arzneimittel gegen den hormonell-erblichen Haarausfall sind verschreibungspflichtig. Die Medikamente - entweder in Form von Tabletten oder von auf die Kopfhaut aufzutragenden Präparaten – müssen lebenslang verwendet werden. Werden sie abgesetzt, geht der Haarausfall weiter. Frauen können sich vom Frauenarzt bestimmte Pillen verschreiben lassen, die nicht nur empfängnisverhütend wirken, sondern auch gegen den Haarausfall wirksam sind. Wenn Sie von hormonell-erblichem Haarausfall betroffen sind, können Sie sich auch für eine Alternative zu den lebenslangen Medikamenten entscheiden: Für Sie kommt unter Umständen auch eine Haartransplantation (Tipp: Haartransplantation bei akutem Haarausfall) in Frage, die allerdings recht kostenspielig sein kann, aber oft auch großen Erfolg verspricht. |
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