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Andere Gründe für HaarausfallHaarausfall kann als Grund eine erbliche Veranlagung haben, eine Krankheit, Stress, Hormonschwankungen oder Mangelernährung – es gibt aber auch noch andere Ursachen für diese unerfreuliche Erscheinung. Medikamente für das Immunsystem oder Nahrungsergänzungsmittel bringen hier keinen Erfolg. Schon bei Kleinkindern kann das Haar ausfallen, wenn das Haar nämlich von Anfang an durch einen Gendefekt angelegt ist, oder sich nicht über das typische Flaumhaar hinaus entwickelt. Ebenfalls vorrangig bei Kindern kann Haarausfall auch durch einen Pilzbefall der Kopfhaut ausgelöst werden, der mit Antimykotika (Antio-Pilz-Mitteln) behandelt werden kann. Gelegentlich wird Haarausfall durch rein mechanische Reize, also etwa Druck, Reiben, Kratzen, Scheuern oder Zug ausgelöst. Beispiele dafür sind etwa der Haarausfall an Körperstellen wie dem Hinterkopf bei Patienten, die lange im Krankenbett liegen müssen. Ebenso dazugezählt wird der Haarausfall wegen des Tragens von Lasten auf dem Kopf. Dieser Haarausfall hat sogar einen eigenen Namen: Alopecia mechanis oder auch Alopecia traumatica. Zu dieser Art des Haarausfalls zählt auch die Traktionsalopezie, also wenn das Haar ausfällt, nachdem es lange Zeit in extrem straffen Frisuren (z.B. Pferdeschwanz) getragen wird. Bestimmte psychisch bedingte Zwangshandlungen betreffen die Haare, etwa das andauernde "Spielen" mit den Haaren oder das Ausreißen einzelner Haare, teilweise sogar ganzer Haarsträhnen. Dieser Haarausfall ist nur durch das Behandeln der dahinter steckenden psychischen Krankheit zu heilen, entweder durch entsprechende Medikation oder üblicherweise durch eine Therapie. Weitere Ursachen von Haarausfall können Medikamente sein, etwa Antidepressiva, Betablocker und bei der Krebstherapie eingesetzte Zytostatika. Krankheitsbedingter Haarausfall verschwindet meist von selbst nach dem Abheilen der Erkrankung (etwa Scharlach oder auch Grippe). Wenn die Ursachen für den Haarausfall nicht klar sind, also beispielsweise nicht zweifelsfrei ein hormonell-erblicher Haarausfall diagnostiziert werden kann, wird der Arzt ausgiebige Blutuntersuchungen vornehmen und neben dem Hormonhaushalt und der Nährstoffversorgung auch Schilddrüsentätigkeit, Nierenfunktion und viele andere Details überprüfen, um der Ursache des Haarausfalls auf die Spur zu kommen. |
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